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Was in der Meditation passiert

Krishnamurti: Wo also beginnt das Schweigen? Beginnt es, wenn das Denken endet? Hast du je versucht, mit dem Denken aufzuhören?
Der Fragende: Wie macht man das?
Krishnamurti: Ich weiß es nicht, aber hast du es je versucht? Zunächst einmal, wer ist das Wesen, das versucht, das Denken anzuhalten?
Der Fragende: Der Denkende.
Krishnamurti: Es ist ein anderes Denken, nicht wahr? Das Denken versucht, sich selbst Einhalt zu gebieten, und so kommt es zum Kampf zwischen Denker und Denken … Das Denken sagt: Ich muss aufhören zu denken, dann werde ich einen wunderbaren Zustand erleben. … Der eine Gedanke sucht den anderen zu unterdrücken, also kommt es zum Konflikt. Wenn ich dies als eine Tatsache erkenne, es ganz sehe, es völlig verstehe, es wirklich begreife … dann ist der Geist still. Und wenn der Geist still ist, um zu beobachten, zu schauen, zu sehen, dann geschieht dies auf natürliche und leichte Weise.
Jiddu Krishnamurti, You are the World (1972)

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Meditationskissen

kissenIch habe mir endlich ein richtiges Meditationskissen gekauft, mit Dinkel gefüllt und mit Baumwollbezug – auch wenn ich mich hier vor einiger Zeit über solche Anschaffungen etwas ironisch geäußert habe.
Vor Jahren begann ich im Yoga- bzw. Schneidersitz zu meditieren. Wegen meiner Hüftarthrose* kann ich diese Sitzhaltungen aber seit längerer Zeit nicht mehr praktizieren. Dann probierte ich, auf einem Hocker sitzend zu meditieren, fand das aber doof. Als nächstes schaffte ich mir einen billigen würfelförmigen Sitzsack aus Kunststoffmaterial an, der mit Styroporkügelchen befüllt war. Nach relativ kurzer Zeit platzten die Nähte an dem blöden Ding auf und jedes Mal, wenn ich mich darauf niederließ, schossen einige Styroporkügelchen heraus, mit der Zeit immer mehr. Besonders bequem war es auch nicht. Also ein typischer Fall von »billig gekauft, teuer gekauft«.
Genervt und reumütig wollte ich also endlich etwas Gutes zum Meditieren haben. Bei Yogabox.de wurde ich fündig, und das zu einem günstigen Preis.
Mein sonnengelbes Meditationskissen ist rund und hüftfreundlich besonders hoch. Ich nehme jetzt eine Sitzhaltung wie auf einer Meditationsbank ein – knieend, also die Beine links und rechts neben dem Kissen abgelegt, das halte ich gut 20 Minuten durch. Das Kissen ist wirklich bequem, fühlt sich angenehm an und ist sehr gut verarbeitet. Ich meditiere sehr gern darauf.

* Nachtrag im September 2016: Seit März habe ich ein künstliches Hüftgelenk. Inzwischen beherrsche ich sogar fast wieder den Schneidersitz, meditiere aber auch noch gern in der oben beschriebenen Haltung – beides auf diesem Kissen, sehr bequem.

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Meditation, der Schlüssel zur inneren Wandlung

»Wollen wir unseren Geist wirklich umwandeln, so geht dies nicht ohne Meditation. Meditation ist der Schlüssel zur Wandlung. Das Gebet, das Rezitieren von Mantras und das Studium buddhistischer Texte allein genügen noch nicht, um eine erkennbare und dauerhafte innere Veränderung herbeizuführen. Zu diesem Zweck müssen wir jeden Tag und regelmäßig meditieren. Worauf es allerdings ankommt, ist die Qualität der Meditation, nicht die Dauer der einzelnen Sitzung. Meditieren bedeutet, »den Geist an etwas zu gewöhnen«. Das Wesen der Meditation besteht darin, dass wir den Geist darin üben, sich zu ändern. Da jede Veränderung ihre Zeit braucht, ist es wichtig, dass wir unsere Praxis als Langzeitprojekt anlegen. Es empfiehlt sich, morgens an einem ruhigen Ort zu meditieren, bevor man den Tag beginnt. Beim Meditieren ist unser Geist zugleich das Werkzeug, mit dem wir arbeiten, und das Material, das bearbeitet wird. Daher ist es besser, wenn er noch klar und frisch ist. Es gibt verschiedene Formen der Meditation. In der analytischen Meditation machen wir beispielsweise von unserer Denkfähigkeit Gebrauch. Diese Art der Meditation ist nicht ausschließlich Buddhisten vorbehalten. In der westlichen Wissenschaft spielt das rationale Denken eine ebenso wichtige Rolle wie im Buddhismus. Eine andere Form der Meditation ist es, sich auf ein einzelnes Objekt zu konzentrieren, damit der Geist lernt, sich zu sammeln, und dadurch zur Ruhe kommt. Diese Technik empfiehlt sich zum Beispiel, wenn wir unruhig oder ängstlich sind. Unser Geist hat die Gewohnheit, ständig nach außen zu blicken, zu kritisieren, sich in der Außenwelt zu verlieren – das erzeugt innere Unruhe. Meditation hilft uns dabei, uns zu konzentrieren, den Geist wieder nach innen zu holen und dort verweilen zu lassen. Dadurch kommen wir zur Ruhe. Wir schauen unseren Gedanken zu, wie sie kommen und gehen, ohne uns auf sie einzulassen. Das ist ein bisschen so, als würden wir dem Kommen und Gehen der Meereswellen zusehen. Es ist sehr wohltuend und lässt uns mit anderen Augen auf die Welt und unsere zwischenmenschlichen Beziehungen blicken. Es liegt allein an uns, ob wir uns in den verschiedenen Meditationstechniken üben und uns von Grund auf ändern wollen.«
Aus: Ratschläge für ein erfülltes Leben, Dalai Lama und seine tibetischen Meister

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Meditation – ein Medien-Thema

Kein Tag vergeht, an dem nicht irgendwo im Web oder in den Printmedien über die wachsende Zahl sich gestresst fühlender Menschen oder Burn-out-Patienten berichtet wird. Themen wie Entspannung und Entschleunigung haben also Hochkonjunktur. Hier ein paar Links zu lesenwerten Artikeln aus der letzten Zeit:

Stern.de: Mensch, entspann dich! (Okt. 2013)

Welt.de: Meditation – die schärfste Waffe gegen Stress (Aug. 2013)

Spiegel.de: Meditation – Wege zur effektiven Entspannung (Okt. 2012)

 

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Buch: Einfach meditieren

Clark Strand
Einfach meditieren. Übungen für ein gelassenes Leben
(Link zum Buch bei Amazon)

Das ist eines meiner liebsten Bücher zum Thema; ich habe es schon mehrfach verschenkt. Clark Strand lebte früher einige Jahre als Mönch in Zen-Klöstern und lehrt heute Meditation im »weltlichen« Amerika. Das Buch liest sich flüssig und vor allem angenehm unprätentiös – und gar nicht esoterisch. Clark Strand gibt dem Leser einfache Anleitungen und Erklärungen, nebenbei erzählt er in kleinen Geschichten von seinem Werdegang und auch seinen Irrungen auf dem Meditationsweg. Das schmale Taschenbuch macht wirklich Lust, das Meditieren auszuprobieren, weil es weder etwas verspricht noch beschönigt, aber das Wertvolle an der Meditation vermittelt.

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Buch: Meditation für Dummies

Stephan Bodian
Meditation für Dummies
(Link zum Buch bei Amazon)

Das Buch ist genauso aufgebaut wie viele andere Publikationen aus der Dummie-Reihe: Man bekommt eine Menge sachlicher Informationen. Inhaltlich habe ich an dem Werk wenig auszusetzen, es ist ein ordentlicher Informations-Rundumschlag zum Thema. (Nicht nur) als Grafikerin stören mich jedoch die hässliche Typografie und das Layout. Nicht wirklich anmachend, aber als Basis-Nachschlagewerk in Ordnung. Zur Begleitung in die Meditationspraxis finde ich es für Anfänger ungeeignet – Information-Overkill, aber wenig persönlich gehalten. Da empfehle ich z.B. eher Clark Strand.

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