Die richtige Sitzhaltung beim Meditieren

Wenn von Meditation die Rede ist, werden gern Bilder von entrückt wirkenden Menschen gezeigt, mit geschlossenen Augen im perfekten Lotussitz, die Hände auf den Knien ruhend oder im Schoß zusammengelegt. Perfekte Buddha-Imitationen.

Und schon haben wir das erste Missverständnis, die erste Entmutigung: Viele Betrachter dieser Fotos denken sofort: »Meditation – das kommt für mich nicht in Frage. Ich komme ja nicht mal in diese Yoga-Sitzhaltung, geschweige denn, dass ich sie länger durchhalte!«

Dabei ist eigentlich alles ganz einfach – es gibt nämlich keine einzig richtige Sitzposition für die Meditation. Nur diese Faustregeln solltest du im Kopf behalten:

  • Du darfst in jeder beliebigen Sitzhaltung meditieren. Das kann auf einem Stuhl, Hocker, Kissen, Boden, mit gerade ausgestreckten Beinen oder kniend, im Schneider- oder Lotussitz sein. Jede Haltung ist in Ordnung, die du 20-30 Minuten bewegungslos aushalten kannst.
  • Halte den Rücken möglichst aufrecht und lehne dich nicht an. Sitze so, dass du frei atmen kannst. Das Kinn wird ganz leicht zur Brust geneigt.
  • Trage lockere Kleidung, die nicht einengt.
  • Lege deine Hände entspannt so ab, wie du es bequem findest: auf den Knien (Handflächen nach oben oder unten) oder im Schoß ineinandergelegt.
  • Abzuraten ist nur vom Meditieren im Stehen oder Liegen (die Gefahr des Wegdösens oder Einschlafens ist zu groß – und im Stehen fällst du womöglich noch um).

Das ist alles. Auf der Seite des Zen Mountain Monastery findest du weitere Erläuterungen zum Sitzen in der Meditation (englisch).