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Meditation, der Schlüssel zur inneren Wandlung

»Wollen wir unseren Geist wirklich umwandeln, so geht dies nicht ohne Meditation. Meditation ist der Schlüssel zur Wandlung. Das Gebet, das Rezitieren von Mantras und das Studium buddhistischer Texte allein genügen noch nicht, um eine erkennbare und dauerhafte innere Veränderung herbeizuführen. Zu diesem Zweck müssen wir jeden Tag und regelmäßig meditieren. Worauf es allerdings ankommt, ist die Qualität der Meditation, nicht die Dauer der einzelnen Sitzung. Meditieren bedeutet, »den Geist an etwas zu gewöhnen«. Das Wesen der Meditation besteht darin, dass wir den Geist darin üben, sich zu ändern. Da jede Veränderung ihre Zeit braucht, ist es wichtig, dass wir unsere Praxis als Langzeitprojekt anlegen. Es empfiehlt sich, morgens an einem ruhigen Ort zu meditieren, bevor man den Tag beginnt. Beim Meditieren ist unser Geist zugleich das Werkzeug, mit dem wir arbeiten, und das Material, das bearbeitet wird. Daher ist es besser, wenn er noch klar und frisch ist. Es gibt verschiedene Formen der Meditation. In der analytischen Meditation machen wir beispielsweise von unserer Denkfähigkeit Gebrauch. Diese Art der Meditation ist nicht ausschließlich Buddhisten vorbehalten. In der westlichen Wissenschaft spielt das rationale Denken eine ebenso wichtige Rolle wie im Buddhismus. Eine andere Form der Meditation ist es, sich auf ein einzelnes Objekt zu konzentrieren, damit der Geist lernt, sich zu sammeln, und dadurch zur Ruhe kommt. Diese Technik empfiehlt sich zum Beispiel, wenn wir unruhig oder ängstlich sind. Unser Geist hat die Gewohnheit, ständig nach außen zu blicken, zu kritisieren, sich in der Außenwelt zu verlieren – das erzeugt innere Unruhe. Meditation hilft uns dabei, uns zu konzentrieren, den Geist wieder nach innen zu holen und dort verweilen zu lassen. Dadurch kommen wir zur Ruhe. Wir schauen unseren Gedanken zu, wie sie kommen und gehen, ohne uns auf sie einzulassen. Das ist ein bisschen so, als würden wir dem Kommen und Gehen der Meereswellen zusehen. Es ist sehr wohltuend und lässt uns mit anderen Augen auf die Welt und unsere zwischenmenschlichen Beziehungen blicken. Es liegt allein an uns, ob wir uns in den verschiedenen Meditationstechniken üben und uns von Grund auf ändern wollen.«
Aus: Ratschläge für ein erfülltes Leben, Dalai Lama und seine tibetischen Meister

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Meditation – ein Medien-Thema

Kein Tag vergeht, an dem nicht irgendwo im Web oder in den Printmedien über die wachsende Zahl sich gestresst fühlender Menschen oder Burn-out-Patienten berichtet wird. Themen wie Entspannung und Entschleunigung haben also Hochkonjunktur. Hier ein paar Links zu lesenwerten Artikeln aus der letzten Zeit:

Stern.de: Mensch, entspann dich! (Okt. 2013)

Welt.de: Meditation – die schärfste Waffe gegen Stress (Aug. 2013)

Spiegel.de: Meditation – Wege zur effektiven Entspannung (Okt. 2012)